TV fiebert Aufstiegsduell mit Augsburg entgegen

Tischtennis-Relegation zur Bayernliga: Ruhmannsfelden pocht am morgigen Samstag auf den Heimvorteil

Einer mit Höhepunkten gespickten Saison können die Tischtennis-Herren des Turnvereins 1892 Ruhmannsfelden die Krone aufsetzen. Als Vizemeister der Landesliga-Südost hat der Aufsteiger das Startticket für die Relegationsrunde zur Bayernliga gelöst. Am morgigen Samstag steigt der erste Stichkampf, in eigener Halle duelliert sich Ruhmannsfelden ab 19 Uhr mit dem Post SV Telekom Augsburg, dem Zweitplatzierten der Landesliga-Staffel Südwest.

Die Schwaben zählen zu den Traditionsvereinen in Bayern, die Abteilung wurde bereits 1948 gegründet. Größter Erfolg war die deutsche Pokalmeisterschaft im Jahre 1967, fünf Jahre später spielte der Post SV Augsburg sogar eine Saison in der 1. Bundesliga. Danach gab es Höhen und Tiefen, von 1980 bis 1988 sowie 1992 kämpften die Augsburger in der 2. Bundesliga um Punkte. In der vergangenen Spielrunde sicherte sich die Truppe um Altmeister Dieter Voigt mit einer ausgeglichen besetzten Mannschaft vorzeitig den Vizetitel in der Landesliga-Südwest.

Gleiches gelang der TV-Truppe, die als Neuling die Konkurrenz verblüffte und zwei Spieltage vor Saisonende den zweiten Platz in der Landesliga-Südost dingfest machte. In der Rückrunde gab es acht Siege und nur eine Niederlage gegen den Meister FC Bayern München II, in der Endabrechnung errang der TV in eindrucksvoller Manier die Vizemeisterschaft mit acht Punkten Vorsprung auf den Rangdritten.

"Betrachtet man die TTR-Werte der einzelnen Spieler, steht Augsburg insgesamt etwas besser da - aber ich glaube an eine 50:50-Chance", meint TV-Spartenleiter Josef Kramhöller. Das "Zünglein an der Waage" könnte der Heimvorteil sein, denn in eigener Halle hat die I. Herrenmannschaft seit eineinhalb Jahren kein Spiel mehr verloren. Zudem setzen die Ruhmannsfeldener wieder auf die Unterstützung der Zuschauer (freier Eintritt), die in den Landesliga-Heimpartien dem Team in großartiger Weise den Rücken gestärkt haben.

Beim Saisonfinale gegen TuS Bad Aibling II bestätigte das TV-Sextett seine derzeit gute Verfassung. Der Vizemeister behielt im Vergleich mit dem Rangdritten mit 9:4 die Oberhand. In den Doppeln verschafften sich die Hausherren eine 2:1-Führung. Zisler/Stern gewannen in vier Sätzen, die Youngsters Rinderer/Stöger schossen ihre Kontrahenten im fünften Durchgang mit 11:1 ab, während Hagl/Heigl im Entscheidungssatz den Kürzeren zogen. Daniel Rinderer machte kurzen Prozess und erhöhte auf 3:1, dann kassierte Raffael Zisler gegen den unverwüstlichen Routinier Seefried eine knappe Niederlage.

Im Mittelkreuz sprang die volle Ausbeute heraus durch Lucas Stöger und Franz Stern, die das TV-Polster auf 5:2 aufstockten. Nach einem weiteren Sieg von Christian Hagl und einer Niederlage von Florian Heigl nahm Ruhmannsfelden mit einem beruhigenden 6:3-Vorsprung den zweiten Einzeldurchgang in Angriff. Auch Daniel Rinderer musste sich dem Gäste-Spitzenmann beugen, das war aber der letzte Zähler für die Oberbayern. Raffael Zisler punktete zum 7:4, Lucas Stöger und vor allem Franz Stern zeigten sich auch in ihrem zweiten Einzel von ihrer besten Seite und machten den Deckel drauf zum 9:4-Erfolg für den TV.

Mit dem gleichen Aufgebot (Daniel Rinderer, Raffael Zisler, Lucas Stöger, Franz Stern, Christian Hagl, Florian Heigl) bestreiten die Ruhmannsfeldener das morgige Relegationsmatch gegen Augsburg. Falls der TV die Oberhand behält, folgt in einer Woche die alles entscheidende Partie beim Achtplatzierten der Bayernliga Süd, das ist Niederbayern-Rivale DJK SB Landshut II.



STATISTIK: TV Ruhmannsfelden – TuS Bad Aibling II 9:4: Zisler/Stern – Seefried/Hainz 12:10, 11:13, 11:4, 11:4; Rinderer/Stöger – Maucher/Aschenbrenner 11:5, 11:7, 8:11, 7:11, 11:1; Hagl/Heigl – Seemann/Volland 9:11, 11:6, 5:11, 11:5, 5:11; Rinderer – Maucher 11:7, 11:8, 11:9; Zisler – Seefried 10:12, 7:11, 11:8, 11:9, 8:11; Stöger – Volland 6:11, 11:7, 11:9, 11:8; Stern – Seemann 12:10, 11:3, 11:9; Hagl – Aschenbrenner 11:7, 11:9, 8:11, 3:11, 13:11; Heigl – Hainz 4:11, 6:11, 4:11; Rinderer – Seefried 8:11, 9:11, 8:11; Zisler – Maucher 6:11, 9:11, 11:5, 11:3, 13:11; Stöger – Seemann 9:11, 8:11, 11:8, 11:9, 11:7; Stern - Volland 11:9, 12:10, 11:6. − kr





Zeitungsbericht PNP vom 17.04.2015

verfasst am 19.07.2019