TV-Saisonfinale ohne Spitzenkreuz (Bericht der PNP vom 15.04.2026)

Tischtennis-Landesliga: 2:8 gegen Fortuna Passau II – Platz sechs mit 20:20 Punkten und guter Spieledifferenz.

Ruhmannsfelden. Trotz aller Befürchtungen und personeller Sorgen hat die Tischtennis-Mannschaft des Turnvereins 1892 Ruhmannsfelden mit dem Verbleib in der Landesliga Südsüdost ihr anvisiertes Saisonziel erreicht. Beim Finale gegen Vizemeister TTC Fortuna Passau II musste der TV gleich beide Spitzenkräfte ersetzen und kassierte eine klare 2:8-Niederlage, die aber nicht mehr ins Gewicht fiel.

Beim Saisonausklang in der Fritz-Wittmann-Halle ging es nur mehr um die „goldene Ananas“. Der TV hatte das Abstiegsgespenst am vorletzten Spieltag endgültig verscheucht, die Passauer Zweitliga-Reserve den Vizetitel schon Wochen vorher unter Dach und Fach gebracht. Die Ruhmannsfeldener konnten zum zehnten Mal in dieser Spielrunde nicht die stärkste Besetzung an die Tische schicken. Gegen Passau fehlte das Spitzenkreuz mit den verletzten Raffael Zisler und Manuel Datzmann, sodass Franz Stern und Tobias Bauer aufrücken mussten. Im zweiten Paarkreuz agierten Matthias Bayerer, der seine neunte Partie in der „Ersten“ absolvierte und mit einer weiteren hervorragenden Vorstellung die beiden Punkte errang, sowie Vereinschef Florian Kopp und Ernst Wirth im Doppel.

Apropos Doppel: Beide TV-Paarungen zwangen die favorisierten Dreiflüssestädter in den Entscheidungssatz, in dem aber sowohl Franz Stern/Ernst Wirth (9:11) als auch Tobias Bauer/Matthias Bayerer (10:12) ganz knapp den Kürzeren zogen. Im vorderen Paarkreuz hatten Franz Stern und Tobias Bauer jeweils mit 1:3 das Nachsehen. Nach dem 0:4 sorgte Matthias Bayerer für das erste Erfolgserlebnis mit seinem 3:1-Sieg. Florian Kopp musste mit 0:3 die Segel streichen, Franz Stern und Tobias Bauer gingen ebenfalls leer aus. Matthias Bayerer sicherte mit einem 3:1 den zweiten Ruhmannsfeldener Punkt, und die 2:3-Niederlage von Florian Kopp bedeutete den 2:8-Endstand.

In der Endabrechnung steht bei Ruhmannsfelden mit 20:20 Zählern (sieben Siege, sechs Unentschieden, sieben Niederlagen) ein ausgeglichenes Konto zu Buche. Die gute Spieledifferenz (plus 6) bescherte dem TV den sechsten Platz. Den irren Kampf um den Klassenerhalt verdeutlicht der Blick auf die Tabelle: Den Drittplatzierten und den dritten Absteiger auf Platz neun trennen lediglich vier Punkte. Hinter Meister SV Haiming II (32:8) und Vize TTC Fortuna Passau II (30:10) belegte TuS Traunreut (22:18) den dritten Rang und TuS Bad Aibling II (ebenfalls 22:18) die vierte Position. Dann folgten gleich vier Teams mit 20:20 Punkten: auf fünf der TV Freyung (Spieledifferenz plus 20), auf sechs der TV Ruhmannsfelden (plus 6), auf sieben der SV Finsterau (plus 2), der mit zwei Abschlusssiegen den Kopf noch aus Schlinge ziehen konnte, und auf acht der TSV Heining-Neustift (minus 17), der jetzt in der Relegation „nachsitzen“ muss. 18:22 Punkte bedeuten den Abstieg für DJK SV Kolbermoor, der die abgeschlagenen Nachzügler TTV Vilshofen und SV Niederbergkirchen (beide 8:32) in die Bezirksoberliga begleitet.

Nach dem Weggang der Rinderer-Zwillinge hatte für den TV schon im ersten Spiel der Kampf um den Landesliga-Erhalt begonnen. Die Mannschaft ließ sich von einem Fehlstart (2:10 Punkte nach fünf Begegnungen) nicht entmutigen, holte auf und behielt in der entscheidenden Endphase die Nerven. Aufgrund der oftmaligen Ausfälle mussten sieben Spieler ran. Ruhmannsfeldens Nummer eins, Raffael Zisler, stellte unter Beweis, dass er den Topleuten der Landesliga immer noch Paroli bieten kann. Mit Leistungssteigerungen erfreuten Manuel Datzmann, der im Spitzenkreuz schwierige Aufgaben bewältigte, und Tobias Bauer mit sehr gutem Abschneiden im zweiten Paarkreuz. Franz Stern erreichte trotz kleinerer und größerer Wehwehchen eine ausgeglichene Bilanz. Weit mehr als ein Ersatzmann war Matthias Bayerer. Der Spitzenmann der Reserve überzeugte mit starken Auftritten und schaffte sogar ein positives Ergebnis. Ferner spielten Routinier Ernst Wirth und Florian Kopp. Im Doppel fuhren Raffael Zisler/Manuel Datzmann wichtige Punkte ein und glänzten mit zwölf Siegen und nur zwei Niederlagen.

Nun richten sich die Blicke der Tischtennissparte noch auf die zweite Mannschaft, die in der Bezirksliga Nord-West nach schwacher Rückrunde nur auf Platz acht landete und für die es nun in der Relegation um Alles oder Nichts geht. Nachdem der Vizemeister der Bezirksklasse A Bayerwald, die SG Metten-Neuhausen, auf eine Teilnahme verzichtet hat, kreuzt die TV-Reserve nur mit dem Straubinger Vertreter TSV Bogen die Klingen. Dieser Stichkampf geht am Samstag, Beginn erst um 18 Uhr, in der Fritz-Wittmann-Halle in Szene. Team zwei muss geschlossen und nervenstark auftreten, um den starken Kontrahenten in die Knie zwingen zu können. -kr


verfasst am 15.04.2026